Erstellt am 7 Juli 08
Aufnahme vom 5. Juli 2008: Frankfurter Zoo - Sie können mit ihren Schwanz greifen wie ein Affe, ihre Haut ist gepanzert wie die von einem Insekt, ihre blickenden Augen schauen wie die eines Chamäleons in verschiedenen Richtungen, ihr Kopf erinnert auffallend an die Figur des Springers beim Schachspiel – und doch sind die Seepferdchen – wie hier das Kuda-Seepferdchen (Hippocampus kuda) – Fische :o). Das Kurioseste an ihnen aber ist jedoch ihr Fortpflanzungsverhalten. Seepferdchen sind ovovivipar, d.h. die Weibchen legen die Eier in die Bruttasche des Männchens. Somit hat das Männchen allein für den Nachwuchs zu sorgend, während das Weibchen – völlig unbeschwert – ihrer gewohnten Beschäftigung nachgehen kann – eine sehr ungewöhnliche Erscheinung in der Fauna :o)!
Auch die Seepferdchen zählen zu den gefährdeten Tieren auf der Welt. Der Rückgang ihrer Population liegt vor allem an der massiven Zerstörung ihrer Lebensräume, den unterseeischen Seegraswäldern, und der intensiven Befischung der Gewässer, wodurch sie häufig als Beifang in den Netzen landen. Hinzu kommt vor allem in China und Südostasien der Glaube, dass zerstoßene Seepferdchen heilende aber auch potenzsteigernde Wirkung haben. Dies und nicht zuletzt ihr hoher Wert als Touristensouvenir ist Grund für ihre Gefährdung :o(.
CANON 40D
1/250s f/2.8 200mm ISO 3200 – Stefan
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Rolf | 7 Juli 2008, 21:13